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Verdienter Derby-Sieg des SC Geislingen. TSV Bad Boll klar unterlegen.  Von M. O. Merz

Knapp 300 Zuschauer erlebten am Samstag bei typischem Herbstwetter einen über weite Strecken des Landesliga-Spiels klar dominierenden Sport-Club. Allerdings wehrten sich die Boller Gäste zeitweise nach Kräften. Fünf der sechs Treffer fabrizierten die „Bären aus dem Eybacher Tal“ selbst. Das Tor der Gäste aus der Badgemeinde entsprang einem Stellungsfehler der Geislinger Abwehr.

Michael Wende gegen Ex-Geislinger Mario Feldmeier. Foto: Thomas Madel

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr: mit sehenswerten, schnellen Passreihenfolgen beherrschten Tobias Flitschs Eleven Raum und Gegner. „Wir wollten wieder mit einer sicheren Abwehr agieren, die wenig zulässt,“, nannte der Geislinger Chefcoach eine seiner Vorgaben. Dies gelang der Startelf eine halbe Stunde lang ganz ausgezeichnet. Beim 2:0-Spielstand spekulierten nicht wenige der Beobachter bereits über die Höhe des Heimspielsiegs.

Von der ersten Minute an bestürmte der SC das Gästetor und hatte dabei fast im Minutentakt gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Es dauerte aber dann doch deren zwanzig bis es der Sturmspitze Tim Pöhler an der Sechzehnerlinie zu dumm wurde: Er fackelte nach der Ballannahme nicht lange und traf mit einem satten Linksknaller aus der Drehung zum 1:0 in den Winkel.

Auf der rechten Außenposition war der agile SC-Neuzugang Michael Wende meist nur durch Fouls zu bremsen. So auch in Minute 30: Die Verwandlung des unstrittigen Strafstoßes besorgte der 30-jährige Goalgetter selbst.

Nun vergaß offensichtlich die Defensive kurz das, was ihnen ihr Übungsleiter vorher einimpfte: Einem fahrlässigen Stellungsfehler zufolge – kein Innenverteidiger besetzte das Zentrum – war es für Marcel Mädel nach Kurzpasszuspiel ein Leichtes, zum Anschlusstreffer für den TSV einzuschieben (33.).  Das gab den Gästen Auftrieb. Sie fanden endlich besser in die Partie und vermochten, diese ausgeglichener zu gestalten. Der knappe Halbzeitrückstand ermutigte den TSV.

„Hätten wir nicht das 3:1 so früh in der zweiten Hälfte kassiert, wer weiß, ob das Spiel nicht sogar gekippt wäre“, mutmaßte Bolls Trainer Manuel Doll hinterher. Das waren der Konjunktive wohl doch zu viel: Der SCG riss jedenfalls die Auseinandersetzung nach und nach wieder mehr an sich und Karlo Petricevic erhöhte mit einem überlegten Schuss aus 18 Metern ins lange Eck auf 3:1 (51.). Nermin Ibrahimovic brachte nach einem schnellen Konter über Wende und Josip Skrobic das Spielgerät zum 4:1 im Kasten unter.

Nicht mehr ins Gewicht fiel die zweite Boller Kiste. Es war ein Geschenk des ansonsten kaum geprüften SC-Keepers Max Piegsa, der einen harmlosen Freistoß von Yasin Ceküc großzügig durch die Handschuhe ins Netz gleiten ließ. In der Nachspielzeit durfte man noch einen spektakulären Drehschuss von Bastian Ungureanu bewundern, der knapp über den langen Torknick von Piegsas Kasten strich.

Manuel Doll erkannte nach dem Derby: „Es war von Anfang an deutlich zu sehen, welche Mannschaft Selbstvertrauen besitzt. In Summa war es natürlich ein verdienter Geislinger Sieg.“ Er haderte dennoch über drei Gegentore nach eigenen Eckbällen durch das bessere Umschaltspiel des Gegners.    
„Wir haben heute vier Tore geschossen und wenig zugelassen. Von daher bin ich zufrieden“, äußerte sich Flitsch. Er sei auch mit der bisherigen Punktausbeute einverstanden; obwohl dem 40-jährigen A-Lizenz-Inhaber der spielerische Einbruch im Remis beim Favoriten Waldstetten noch etwas säuerlich aufzustoßen schien.